Abteilung Handball
(Quelle:LVZ,23.03.2013;ork)

Ausgleich in letzter Sekunde

Handball-Bezirksklasse:

SG Lok Wurzen - SC DHfK Leipzig II  23:23 (13:12)

Es gibt keine leichten Spiele mehr für die Wurzener Bezirksklasse-Handballer. Was beim jüngsten 23:23 (13:12) gegen den SC DHfK Leipzig II zutraf, wird heute gegen den VfB Torgau nicht anders sein. Und dann folgen für den Staffelvierten noch das Muldentalderby beim BSC Victoria Naunhof und zum Abschluss das Duell mit dem kampfstarken SV Leisnig.


Am Ende war der Punktgewinn für Wurzen recht glücklich. Nach Drei-Tore-Führung in der ersten und Vier-Tore-Rückstand in der zweiten Halbzeit retteten sie sich gerade so zum 23:23. Wobei ihnen DHfK II den Ball auch noch in die Hände gab. Für Loks Spielertrainer Sebastian Opitz war es ein gerechtes Remis: "Mit spielerischen Vorteilen für die Gäste und kämpferischen für uns." Wurzen bleibt, bei einem Spiel weniger, einen Punkt hinter den drittplatzierten Messestädtern.

 

Mit etwas aufgefülltem Kader fanden die Gastgeber recht gut in die Begegnung. Nachdem die DHfK vorlegte (2:1, 3:2), übernahm Lok die Führung (6:4) und ließ sich auch vom Ausgleich nicht stören. "Die Abwehr stand gut gegen starke Leipziger Angreifer", so Opitz. "Und wir hatten richtig schöne Tempogegenstöße, die aber wieder zu wenig Tore brachten." Der Spielertrainer selbst, Wurzens erfolgreichster Werfer, saß wegen Rückenproblem zunächst meist auf der Bank. "Da lag die Last im Angriff zu stark auf Oliver Kewitz", sagte er. Dennoch behauptete sein Team mit 9:6 und 12:9 die Führung. Kurz vor der Pause musste es jedoch den 12:13-Anschluss hinnehmen.
 

Genauso begann die zweite Halbzeit: Die Gäste trafen, Lok patzte (13:16). Erst nach acht Minuten landete ein Ball im Netz des Kontrahenten. Aufgrund von Zeitstrafen agierten teils nur vier Wurzener, was die Sache nicht einfacher machte. Beim 17:21 (47.) stoppte Opitz das Geschehen mit einer Auszeit. Die Mannschaft schwor sich neu ein - und legte tatsächlich stark zu. Der Chef war nun ständig im Einsatz und traf. Max Baruth kämpfte sich trotz Oberschenkelzerrung zu vier Toren. Die gesamte Truppe machte hinten dicht. Und fing die fast enteilten Leipziger wieder ein - 22:22.


Es folgten nervenaufreibende Momente. Die Gäste zogen in Front. Lok verpasste den Ausgleich und musste dem Gegner den Ball überlassen, was eigentlich die Niederlage bedeutete. Allerdings warf ein DHfK-Akteur Sekunden vor Schluss taktisch unklug aufs Tor, sodass Keeper Stefan Drews den abgefälschten Ball fing. Er spielte zu Christian Adam, der sofort einen Konterball zum vorn einlaufenden Rechtsaußen absetzte. Und Thomas Günter verwandelte zum 23:23. Schlusspfiff. "Wir hatten am Ende das Glück des Tüchtigen", war Opitz erleichtert.


Diese Einstellung seines Teams (4., 22:12 Punkte) in der letzten Viertelstunde fordert er auch für die heutige Partie gegen Torgau (6., 18:16). "Es gibt immer heiße Spiele zwischen uns. Die Elbestädter werden scharf darauf sein, sich für die 27:29-Hinspielniederlage zu revanchieren." Da wolle Lok gegenhalten, ab 18.15 Uhr den elften Saisonsieg sichern.


Lok Wurzen spielte mit: Drews, Andreas Kewitz, Opitz 6/3, Schubert 1, Günter 2, Jakob, Oliver Kewitz 6, Bork 2, Adam, Skor 2, Baruth 4. Siebenmeter: Lok 7/3, DHfK 3/2. Zeitstrafen: Lok 4, DHfK 3.
 

Stand plötzlich frei am Kreis: Wurzens Außenspieler Matthias Skor.Foto: Bettina Finke