Abteilung Handball

20.04.2013 (Quelle LVZ,ork)

Nach Weißenborn-Niederlage morgen gegen Absteiger

Handball Verbandsliga Frauen:

SV Rotation Weißenborn - Lok Wurzen 29:25 (17:6)

Zu ungewohnter Zeit laden die Handballerinnen von Lok Wurzen zu Verbandsliga-Abschluss und Auftakt eines Heimspiel-Doppels. Am morgigen Sonntag und bereits 14 Uhr empfangen sie (5., 22:20 Punkte) den Vorletzten Radebeuler HV (11., 6:36), der als Absteiger feststeht. Den Termin hat der Verband festgelegt - für alle sechs Partien des letzten Spieltags. In der Männer-Bezirksklasse wird das nicht so streng gesehen. Deshalb ist hier eine kurzfristige Verlegung für die Wurzener Begegnung möglich gewesen. Der Anwurf für die Lok-Herren (3., 26:12) gegen den SV Leisnig (7., 19:19) findet nun morgen, 16.30 Uhr, statt.
Die Frauen um Spielertrainerin Anja Willig peilen zum Saisonausstand einen klaren Erfolg an, um bei den Fans über die lange Sommerpause in guter Erinnerung zu bleiben. Sie wollen an die gute zweite Halbzeit der Vorwoche beim SV Rotation Weißenborna anknüpfen - und die verkorkste erste Hälfte vergessen machen. Zwar warfen sie das erste Tor. Doch dann reichte es nur noch zu gelungenen Angriffskombinationen, allerdings ohne den erfolgreichen Abschluss. "Wir haben uns an uns selbst aufgerieben, Wechselmöglichkeiten gab es kaum", sagte Willig. Der 6:17-Rückstand zur Pause ließ ein Debakel gegen den Liga-Zweiten befürchten. Willigs Weckruf in der Kabine, sich "nicht abschlachten zu lassen", fand Gehör. Die Mannschaft steigerte sich enorm. Vorn ließen es Stefanie Fross und Julia Pöschel krachen, schenkten Rotation je elf Treffer ein. Damit entschied Wurzen die zweiten 30 Minuten mit 19:12 für sich. Nach den zwölf Toren Differenz zuvor konnten die Gäste dennoch nicht aufschließen, so dass sie mit 25:29 verloren.
In Radebeul hatten die Lok-Frauen mit einem Siebenmeter in letzter Sekunde 26:25 gewonnen. Verwandelt hatte den Pöschel, die morgen ihre starke Saison als Beste der Verbandsliga-Torschützenliste krönen kann. Verzichten muss ihr Team aber auf Fross.
Danach sind auch Wurzens Männer gehandicapt. Spielertrainer und Top-Werfer Sebastian Opitz fehlt gegen Leisnig. Auswärts gab es ein 33:33.

Wurzen: Heinze, Röhrborn 2, Kusch, Bühler, Willig 1, Pöschel 11/3, Billwitz, Fleischer, Fross 11. Siebenmeter: Rotation 5/5, Lok 3/3. Zeitstrafen: Rotation 5, Lok 5.


12.04.2013(Quelle:LVZ,ork)

In Unterzahl gerade noch den Sieg gerettet

Handball Verbandsliga Frauen:

Lok Wurzen - Radeberger SV 27:26 (15:13)

Zum letzten Auswärtsspiel der Verbandsliga-Saison treten die Wurzener Handballerinnen am Sonnabend mit einem Erfolg im Rücken an. Das Lok-Team ist aber trotz des 27:26- Heimsieges über den Radeberger SV nur Außenseiter beim SV Rotation Weißenborn. Der Sachsenliga-Absteiger ist Tabellenzweiter, die Ringelnatzstädterinnen sind neun Punkte dahinter Fünfte.
In Radeberg hatte Wurzen klar 24:31 verloren. Zu Hause blieb das Spiel gegen den Neunten eng. "Wir haben allerdings nicht gut in die Partie gefunden", schätzte Spielertrainerin Anja Willig ein (4:6). Sie konnte sich diesmal mehr auf die Rolle als Regisseurin konzentrieren, weil auf der Bank Männer-Coach Sebastian Opitz Unterstützung gab. Lok kämpfte sich in die Partie und zog dann mit 14:11 in Front. Zur Pause betrug der Vorsprung zwei Treffer (15:13).
Den Anfang der zweiten Halbzeit dominierte jedoch die Mannschaft aus der Bierstadt. Nach dem Ausgleich (16:16) setzte sich Radeberg auf 20:17 ab. Die Wurzenerinnen verpassten aber nicht den Anschluss wie im Hinspiel. Obwohl sie weiter ihr "altes Leiden" mangelnde Chancenverwertung offenbarten, gelang es ihnen, zunächst zum 22:22 heranzukommen und anschließend sogar mit dem 26:22 ein Vier-Tore-Plus aufzubauen. Die Entscheidung war das trotzdem nicht, weil beim Lok-Team in den Schlussminuten eine Offensivflaute herrschte. Nachdem die Gäste zweimal verkürzt hatten, ließen die Einheimischen gar einen Siebenmeter aus. Und als die Schiedsrichter dann noch Stefanie Fross für eine angebliche Tätlichkeit (Willig: "Das war keine Rote Karte.") vom Feld schickten, war mit dem 26:26 kurz vor Schluss der Spielausgang wieder offen. Mit dem Nachteil Unterzahl für die Wurzenerinnen. Dennoch hatten sie schließlich mit dem Treffer zum 27:26 das bessere Ende für sich.
Dabei ging gerade noch gut, dass nur drei Aktive wesentlich zur Ausbeute beitrugen - Julia Pöschel (zehn Treffer), Fross (sieben) und Cindy Röhrborn (sechs), die auf Rechtsaußen endlich wieder sicher netzte. Gegen Weißenborn (2., 31:9 Punkte) könnte morgen für Lok (5., 22:18) diese eingeschränkte Torgefahr nicht reichen. Das Heimspiel wurde knapp mit 27:28 verloren.


Lok Wurzen: Heinze, Lux, Röhrborn 6, Bühler, Kaiser 1, Willig 3, Pöschel 10/3, Billwitz, Fleischer, Hentzschel, Fross 7, Kusch. Siebenmeter: Lok 4/3, RSV 1/1. Zeitstrafen: Lok 2 und eine Rote Karte, RSV 1.


06.04.2013 (Quelle: LVZ, ork)

Lok-Frauen peilen die Revanche an

Handball Verbandsliga Frauen:

SC Riesa - Lok Wurzen   29:20 (17:7)

Mit einem Heimspiel läuten Wurzens Handballerinnen am morgigen Sonntag die Schlussphase der Verbandsliga-Saison ein. Das Lok-Team (6., 20:18 Punkte) empfängt 16.30 Uhr den Radeberger SV (9., 17:21) zur drittletzten Partie. Der Heimvorteil soll zum zehnten Sieg genutzt werden.
Dieser war den Ringelnatzstädterinnen um Spielertrainerin Anja Willig zuletzt beim SC Riesa nicht gelungen. Mit dem schon vier Wochen zurückliegenden 20:29 (7:17), bei zwischenzeitlichem 14-Tore-Rückstand (9:23), verpassten sie die letzte Medaillenchance. Bestenfalls kann Wurzen noch Vierter werden, was immerhin die obere Marke des Saisonziels Mittelfeldrang darstellt. Allerdings könnte es bei drei Niederlagen auch bis auf Platz neun hinuntergehen.
Mitte November verlor Lok beim überaus aggressiv agierenden Neuling Radeberg mit 24:31. Klar, dass die Einheimischen nun scharf auf die Revanche sind.


SC Riesa - Lok Wurzen 29:20 (17:7). Wurzen: Heinze, Lux, Kusch, Röhrborn 2, Willig, Pöschel 10/3, Billwitz, Franke 1, Fleischer, Hentzschel, Pfahl 1, Fross 6/2. Siebenmeter: SCR 2/1, Lok 7/5. Zeitstrafen: SCR 6, Lok 7.

 


09.03.2013 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Bettina Finke)

Sensationell: Pöschel trifft 17-mal

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - VfL Meißen   30:29 (14:15)

Mit dem neunten Saisonsieg haben sich Lok Wurzens Handballerinnen eine kleine Chance auf den Bronzeplatz in der Verbandsliga erhalten. Dann muss aber morgen der zehnte Gewinn her: Das Team von Spielertrainerin Anja Willig tritt 15 Uhr beim SC Riesa an, der derzeit Rang drei (25:11 Punkte) einnimmt. Die Ringelnatzstädterinnen sind nach dem 30:29 (14:15) über Medaillen-Mitbewerber VfL Meißen Fünfte (20:16 Punkte).

Ein neutraler Beobachter hätte wohl beiden Mannschaften den Erfolg gegönnt, ein Remis wäre sicherlich die gerechte Lösung gewesen. Doch da hatte auf Wurzener Seite vor allem Julia Pöschel etwas dagegen. Loks Kreisspielerin stellte angesichts von sensationellen 17 Treffern in der Partie alle anderen in den Schatten. Und wer anderes als sie sollte am Ende das Siegtor erzielen?
Danach sah es zu Beginn überhaupt nicht aus. Meißen, bisher Vierter, wurde seinem Ruf als starker Aufsteiger gerecht und legte einen 5:1-Start hin. Schon in der achten Minute reagierten die Einheimischen, bei denen Männer-Coach Sebastian Opitz Unterstützung auf der Bank gab, mit einer Auszeit. Das war der Weckruf. "Langsam haben wir angefangen, Handball zu spielen", sagte Willig. Ihr Team kämpfte sich zum 7:8-Anschluss heran. Und musste doch wieder abreißen lassen (8:12). Kurz vor der Pause aber glich Wurzen zum 14:14 aus. "Christiane Franke und Stefanie Fross haben gut aus der zweiten Reihe getroffen." Den Gästen gelang aber noch die knappe Führung mit einem direkten, nach dem Zeitablauf auszuführenden Freiwurf.

In der zweiten Hälfte legte das Lok-Team im Konterspiel zu. "Torhüterin Franziska Lux hat starke Pässe auf Pöschel gespielt", so Willig. Damit drehte Wurzen die Partie vom 14:16 zum 23:19. Allerdings gab Meißen nicht auf, zog zum 28:28 gleich. Nach je einem Treffer stach eine Kombination, bei der Pöschel, diesmal als Rechtsaußen, das 30:29 warf. Beim Schlusssignal aber hatte der VfL noch einen Freiwurf, wie am Ende der ersten Hälfte. Als Lux parierte, war Wurzens vierter knapper Sieg mit nur einem Tor Vorsprung perfekt. Die Mannschaft hat an Cleverness zugelegt.

Lok Wurzen spielte mit: Lux, Heinze (beide Tor), Röhrborn 2, Kusch, Kaiser 1, Willig 1, Pöschel 17/3, Billwitz, Franke 5, Fleischer, Pfahl, Fross 4.

Siebenmeter: Lok 4/3, VfL 9/7. Zeitstrafen: Lok 4, VfL 3.


01.03.2013 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Wie ein Fluch: Erneut kein Sieg gegen Weinböhla

Handball Verbandsliga Frauen:

HSV Weinböhla - SG Lok Wurzen   24:18 (11:9)

Nun hält die sieglose Serie gegen den HSV Weinböhla zehn Spiele an. Dabei war für Wurzens Handballerinnen durchaus etwas drin in dem Erholungsort bei Meißen. Doch dann ließen sie sich aus der Bahn werfen und verloren noch deutlich mit 18:24 (9:11). Damit musste das Lok-Team zwei Plätze in der Verbandsliga-Tabelle abgeben und rutschte hinter die nun punktgleichen Gastgeberinnen auf Rang sieben.

"Irgendwie liegt ein Fluch auf unseren Partien gegen Weinböhla", sagte Wurzens Spielertrainerin Anja Willig. "Dabei haben wir uns mehrfach wieder herangearbeitet." Letztlich aber brachte die Mannschaft, in der Keeperin Franziska Lux (Job) sowie Marion Mildner (krank) und Cindy Röhrborn (privat) fehlten, nur ihre schwächste Torausbeute der Saison zustande. Das reichte eben nicht. Nach glücklich gewonnenem Kampf gegen den Schnee bei der Anreise kassierten die Ringelnatzstädterinnen gleich einen 0:5-Rückstand. Willigs Auszeit fruchtete, beim 5:7 sah die Lage freundlicher aus. Zwar ruckte der HSV noch einmal kurz an (10:6). Zur Pause lag die Lok-Truppe jedoch beim 9:11 mit zwei Toren Differenz in Schlagdistanz.

Und es wurde noch besser. Die Gäste, die mehrfach gegnerische Hände im Gesicht spüren mussten, ohne dass die Aktionen bestraft wurden, glichen zum 14:14 aus. "Eine ganz komische Situation hat uns dann völlig aus dem Konzept gebracht", sagte Willig. Einen Schiedsrichterpfiff interpretierten die Lok-Spielerinnen als "Treffer für Weinböhla" und strebten zum Anwurf in der Feldmitte. Als Julia Pöschel dabei den Ball trug, gab es einen Schrittfehler-Pfiff, was Diskussionen auslöste. Während der Referee seine erste Entscheidung als "Abwurf für Wurzen" erklärte, erzielten die Einheimischen im Gegenstoß ein Tor. Von der Aufregung erholten sich die Gäste nicht mehr: "Die Konzentration war weg", so Willig. Der HSV zog auf 20:15 davon und gewann sicher mit 24:18. "Allerdings", gestand Loks Spielertrainerin ein, "war unsere Chancenverwertung jenseits von Gut und Böse."

Morgen ist Wurzen (7., 18:16 Punkte) Gastgeber für den starken Aufsteiger VfL Meißen (4., 20:14). Los geht es 16.30 Uhr in der Stadtsporthalle. Im Hinspiel hatte Lok lange knapp geführt, ehe es mit dem 19:19 zufrieden sein musste.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze (Tor), Kusch 1, Fross 9/3, Willig, Pöschel 3/1, Billwitz, Pfahl 5, Franke, Hentzschel, Bühler.

Siebenmeter: HSV 3/3, Lok 6/4. Strafen: HSV 3, Lok 1.


22.02.2013 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Bettina Finke)

Nichts zu holen gegen Aufstiegsfavorit

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - HC Rödertal II   20:28 (8:13)

Anja Willig hatte kein Problem mit einem Lob für den HC Rödertal II. "Die Gäste stehen zurecht auf dem ersten Platz. Sie werden aufsteigen." Zwar konnten Wurzens Handballerinnen den Abstand im Vergleich zur Hinrunde nahezu halbieren. Eine echte Chance besaßen sie beim 20:28 (8:13) am 16. Spieltag jedoch nicht, erkannte die Spielertrainerin an. Das Lok-Team verlor einen Platz in der Verbandsliga-Tabelle und ist nun Fünfter.

Die Einheimischen vermochten es nicht lange, den klaren Favoriten zu ärgern. Der einzige Ausgleich gelang mit dem 1:1. Beim 4:5 hatte Wurzen letztmals nur ein Tor Rückstand. "Rödertal zeigte ein sehr gutes Umkehr- und Tempospiel, war uns an Schnelligkeit überlegen", schätzte Willig ein. "Da hatten wir Glück, dass unsere Torhüterin Franziska Lux noch einige Konter parierte und die Gäste oft Latte und Pfosten trafen." Allein in der ersten Halbzeit landete der Ball achtmal am Lok-Gebälk. Dennoch setzte sich die HCR-Reserve über 5:9 auf 6:12 ab. Zur Pause lagen die Gastgeberinnen beim 8:13 mit fünf Toren zurück.

"Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen", meinte Willig. "Einige Kombinationen haben auch gut geklappt." Wirklich mithalten konnte ihre Mannschaft allerdings nicht. Was natürlich zu einem wesentlichen Teil daran lag, dass sie mehrere 100-prozentige Möglichkeiten ausließ: Allein fünf Siebenmeter wurden vergeben. Da war es kein Wunder, dass Rödertal über 18:10 (38.) auf 22:12 (45.) davonzog und seinen Vorsprung verdoppelte. Gäste-Coach Andreas Lemke ("Ich habe dann nicht mehr auf's Ergebnis geschaut.") gab schließlich allen Akteuren Einsatzzeit. Wodurch die Wurzenerinnen das Resultat etwas freundlicher gestalten konnten (19:27). Mit diesen acht Toren Differenz kassierten sie ihre sechste Saisonniederlage.

Auf einiges mehr hofft Spielertrainerin Willig am Sonnabend beim HSV Weinböhla (7., 16:16 Punkte). Doch die Bilanz spricht klar gegen die Wurzenerinnen (5., 18:14). Seit 2008 stehen sich die Teams in der Verbandsliga gegenüber, in den neun Duellen gab es noch keinen Lok-Sieg, nur ein Remis. Im Hinspiel unterlagen die Muldenstädterinnen mit 21:25. "Nun muss es endlich mal klappen", schwört Willig ihre Truppe ein. Ob dann Marion Mildner, die zuletzt dreimal fehlte (krank), dabei ist, ist noch offen. Zur Mannschaft zurückgekehrt ist aber Annet Kaiser, die nach ihrem Abschied im April 2010 nun gegen Rödertal II erstmals wieder auflief. Als Torhüterin steht nur Ines Heinze zur Verfügung, da Franziska Lux ausfällt.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn 1, Bühler, Kaiser, Willig 1, Pöschel 10/5, Billwitz 1, Franke 1, Fleischer, Pfahl, Fross 6.

Siebenmeter: Lok 10/5, HCR 3/2. Zeitstrafen: Lok 2, HCR 4.


02.02.2013 (Quelle: LVZ, ork)

Torverhältnis aufgestockt

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - HSG Freital-Wilsdruff   31:17 (16:8)

Ihren zweithöchsten Saisonsieg haben die Wurzenerinnen gegen Schlusslicht HSG Freital/Wilsdruff gelandet. Das 31:17 (16:8) reichte zwar nicht ganz ans Hinspielresultat heran (37:17). Es gelang der Lok-Truppe aber, ihr Torverhältnis in der Tabelle von 12 auf 26 mehr als zu verdoppeln. Da zudem der VfL Meißen und MSV/Sportfreunde Dresden verloren, zog sie an diesen vorbei auf den vierten Platz der Verbandsliga.

Freital/Wilsdruff, erst einmal in 13 Partien erfolgreich, war nur zu siebt angereist, darunter mit zwei Torhüterinnen, so dass eine als Feldspielerin agieren musste. Dennoch bestimmten die Gäste die Anfangsphase. "Wir sind zunächst nicht in Fahrt gekommen", sagte Wurzens Spielertrainerin Anja Willig über die Rückstände (2:4, 6:7). Nach 20 Minuten aber stand das Abwehrbollwerk der Einheimischen felsenfest. Den "Rest" fischte die eingewechselte Keeperin Franziska Lux weg. Und ihre Vorderleute überrollten die HSG vor allem mit Tempogegenstößen. Ein Acht-Tore-Lauf ließ das Team vom 8:8 auf 16:8 und damit zur Vorentscheidung davonziehen.

In der zweiten Halbzeit knüpften die Ringelnatzstädterinnen nahtlos an die zehn starken Minuten zuvor an. Schnell stand es 22:9. Zwar verkürzten die Gäste den Abstand ein wenig (24:14), weil ihre Torhüterin zahlreiche Wurzener Großchancen zunichtemachte. Schließlich vergrößerte Lok den Abstand und setzte sich zum 30:16 ab.

"Klar hätten wir höher gewinnen können als 31:17", sagte Willig. Allein vier Siebenmeter ließ die Mannschaft aus. "Es haben aber alle ihre Einsatzzeit bekommen, was für künftige Partien wichtig werden kann." Und die zehnfache Torschützin Julia Pöschel ist mit 120 Saisontreffern an die Spitze der besten Werferinnen der Liga gerückt. Weiter geht es für das Team erst am 17. Februar. Dann kommt Spitzenreiter HC Rödertal II in die Stadtsporthalle.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn 4, Kusch, Bühler, Willig 4, Pöschel 10/1, Billwitz 2, Franke 6/1, Fross 5/1, Hentzschel.

Siebenmeter: Lok 7/3, HSG 4/2. Zeitstrafen: Lok 5, HSG 2.


25.01.2012 (Quelle: LVZ, ork)

Nach der Reißleine die Partie gedreht

Handball-Verbandsliga Frauen:

HC Sachsen Neustadt-Sebnitz II - SG Lok Wurzen 21:22 (13:10)

Wurzens Verbandsliga-Handballerinnen haben den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz wie im Hinspiel mit 22:21 bezwungen. Nach wechselnder Führung, die beiderseits drei Tore betrug, hatten sie damit bei der Reserve des Dritte-Liga-Teams die Nase vorn. Die Lok-Mannschaft bleibt Sechster, zwei Punkte hinter dem drittplatzierten VfL Meißen.

Dabei traten die Ringelnatzstädterinnen nur zu acht in Neustadt an. "Im Vorfeld kam eine Absage nach der anderen, wegen Arbeit, Krankheit, Feierlichkeit", sagte Spielertrainerin Anja Willig. "Umso mehr wollten wir gemeinsam für den Erfolg kämpfen." Genau das taten alle. "Obwohl selbst die, die sonst weniger Einsatzzeit erhalten, fast voll durchspielen mussten, wie Sandra Billwitz und Ida Fleischer. Aber sie haben ihre Sache richtig gut gemacht. Die Mannschaftsleistung war top." Nach der Gäste-Führung eben durch Billwitz zogen die Einheimischen mit 4:2 in Front. Die Wurzenerinnen ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Mit dem 5:5 holten sie den HC Sachsen ein. Und sie zogen ihr schnelles Spiel weiter durch. Weil Keeperin Franziska Lux hinter einer gut arbeitenden Abwehr eine starke Leistung brachte, gelang es Lok, sich etwas abzusetzen. Zur Pause war die Willig-Truppe mit 13:10 vorn.

Ob sich die Gäste schon auf der sicheren Seite wähnten? Zumindest hielten sie nach Wiederbeginn den verstärkten Bemühungen von Neustadt-Sebnitz nicht stand. Das Heimteam glich nicht nur aus, sondern zog zum 18:15 vorbei, wobei Wurzens aufgrund von zwei Zeitstrafen in doppelter Unterzahl agierte. Loks Spielertrainerin zog mit einer Auszeit die Reißleine (48.). Tatsächlich konnten die Gastgeberinnen nach der Minute ihren Lauf nicht fortsetzen. Vielmehr schaffte Wurzen den Ausgleich zum 20:20. Und legte in der Schlussphase nun selbst zwei Treffer vor. Da sich der HCS in der 59. Minute zwei Hinausstellungen einfing, mussten die Ringelnatzstädterinnen nur noch das 22:21 hinnehmen. Schließlich feierten sie den siebten Saisonsieg.

Der achte soll gleich im Heimspiel folgen, das erst am Sonntag ab 16.30 Uhr stattfindet. In die Stadtsporthalle kommt Schlusslicht HSG Freital/Wilsdruff (12., 2:24 Punkte). Im Herbst siegte Wurzen (6., 16:12) dort mit 37:17; das ist immer noch der höchste Auswärtssieg des Spieljahres in der Liga. Leichtsinnig darf Lok dennoch nicht agieren.

Lok Wurzen spielte mit: Lux (Tor), Röhrborn 2, Kusch 3, Willig 2, Pöschel 8/2, Billwitz 1, Franke 6, Fleischer.

Siebenmeter: HCS 2/1, Lok 3/2. Zeitstrafen: HCS 3, Lok 4.


19.01.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Bettina Finke)

Erfolgreichste erste Halbzeit der Saison

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - SG Klotzsche 30:20 (19:12)

Nach dem höchsten Heimsieg der Saison treten Wurzens Handballerinnen heute bei einem Wunder der Verbandsliga an. Beim HC Sachsen Neustadt-Sebnitz II ist vorher nie klar, ob er Unterstützung aus der ersten Mannschaft (3. Liga) erhält.

Das Lok-Team kann dort aber durchaus selbstbewusst auftreten. Mit der Leistung beim jüngsten 30:20 (19:12) über die SG Klotzsche war Spielertrainerin Anja Willig zufrieden. "Endlich haben wir einmal ein schnelles Spiel gezeigt und sind viele Konter gelaufen. Allerdings hätte unser siebenter Saisonerfolg noch um einiges höher ausfallen können." Die Chancenwertung ist bei den Wurzenerinnen kein neues Thema. In der ersten Halbzeit stand sie weniger in der Diskussion. Die einzige Führung für Klotzsche drehten die Ringelnatzstädterinnen flink ins 6:1 (10.). Sie ließen sich auch von der Auszeit der Gäste nicht stoppen und erhöhten auf 10:3. Nach einer laut Willig "Schluderphase" (14:10) straffte sich ihre Truppe zum erneuten Sieben-Tore-Vorsprung beim 19:12 zur Pause.

Mehr Treffer erzielte Lok noch in keiner ersten Halbzeit des Spieljahres, in Meißen war das die komplette Ausbeute der Partie. Die Freude wurde etwas getrübt, weil Stefanie Fross kurz vor Schluss wegen "gesundheitsgefährdenden Spiels" vom Feld gestellt wurde. "Die Rote Karte war aus meiner Sicht zu hart", sagte Willig. "Schade für Stefanie, die einen guten Lauf mit schon vier Toren hatte." Zumindest hatten die Schiedsrichter eine klare Linie und gaben einer Gäste-Spielerin für eine ähnliche Aktion ebenfalls Rot (36.). Die Wurzener Abwehr stand auch in der zweiten Hälfte gut. Nur acht Gegentreffer musste sie hinnehmen. Allerdings war die Lok-Offensive etwas weniger erfolgreich als zuvor. "Die Konzentration ließ dann nach. Gerade bei Kontern haben wir mehrere Möglichkeiten liegen gelassen", sagte Anja Willig. "Aber Klotzsche hatte auch eine gute Torhüterin." Dennoch bauten die Einheimischen das Ergebnis über 21:13 zum Zehn-Tore-Plus mit dem 30:20 beim Abpfiff aus. Willig hob Christina Franke hervor, die sich mit sieben Treffern "mal wieder für ein gutes Spiel belohnt hat". Und die schon länger konstant zielsichere Julia Pöschel, zehnmal erfolgreich, ist inzwischen auf Platz zwei der Liga-Torjägerliste angekommen - mit 102 Treffern aus 13 Partien.

Heute ab 15.45 Uhr peilen die Wurzener (6., 14:12 Punkte) bei Neustadt-Sebnitz II (10., 7:19) den siebenten Saisonsieg an. Jedoch fehlen einige Akteure. Das Hinspiel gewann Lok mit einem Strafwurf kurz vor Schluss mit 22:21.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn 2, Kusch, Bühler, Willig 3, Pöschel 10/2, Mildner 4/1, Billwitz, Franke 7, Fleischer, Hentzschel, Fross 4.

Siebenmeter: Lok 5/3, SGK 3/2. Zeitstrafen: Lok 3 und eine rote Karte, SGK 1 und eine rote Karte.


11.01.2013 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Trotz Fleiß kein Preis

Handball Verbandsliga Frauen:

MSV/Sportfreunde 01 Dresden - SG Lok Wurzen 30:27 (12:10)

Der Auftakt zur Verbandsliga-Rückrunde ist den Handballerinnen von Lok Wurzen nicht geglückt. Sie verloren gegen MSV/Sportfreunde Dresden mit 27:30 (10:12). "Wir haben zwar viel Fleiß gezeigt, uns aber nicht belohnt", lautete das Kurzfazit von Spielertrainerin Anja Willig. Ihre Mannschaft verlor einen Tabellenplatz und steht nun auf Rang sieben. Im ersten Heimspiel 2013 soll am Sonnabend gegen die SG Klotzsche ein weiterer Abwärtstrend verhindert werden.

In der Startphase fehlte der Partie zweier punktgleicher Kontrahenten die Würze - sie blieb zehn Minuten torlos. "Wir sind anfangs nicht mit dem Ball zurechtgekommen, haben ihn häufig auf die Füße, anstatt zum Fangen geworfen", so Willig. "Er klebte aufgrund des Klisters der Einheimischen wesentlich stärker an der Hand", suchte sie nach einer Erklärung. Allerdings hatte das MSV-Team ja auch starke Probleme.

Die Wurzenerinnen brachen dann den Bann, gerieten jedoch schnell in Rückstand. "Wir haben wieder mal zahlreiche Hundertprozentige nicht reingemacht", kritisierte Loks Spielertrainerin. Kein Wunder, dass sich die Gastgeberinnen von 6:6 auf 11:6 absetzten. Doch bis zur Pause gelang es den Ringelnatzstädterinnen auf 10:12 zu verkürzen.
Statt den Ausgleich anzupeilen, verschliefen sie den Wiederbeginn. Dresden zog erneut auf fünf Tore davon (18:13). Vor allem Anja Krysztofinski trumpfte auf und erzielte acht Tore. "Sie war bei unserem 22:18-Heimsieg im Hinspiel nicht dabei. Wir konnten uns einfach nicht auf sie einstellen", sagte Willig. In der Mitte der zweiten Halbzeit steigerte sich ihr Team und kam bis auf 24:25 heran. Gleichziehen konnte es hingegen nicht. Vielmehr verpasste es sogar, eine doppelte Überzahl in der 55. Minute zu nutzen. Schließlich ging das Duell mit 27:30 verloren. Beste Werferinnen der Gäste waren Julia Pöschel und Marion Mildner mit jeweils acht Treffern.

Morgen, 16.30 Uhr, nehmen die Lok-Frauen (7., 12:12 Punkte) neuen Anlauf auf den siebten Saisonsieg. In der Stadtsporthalle ist die SG Klotzsche (9., 11:13) zu Gast. Im Herbst gab es ein 20:20, wobei Wurzen mit schmalem Kader antrat. Der soll nun etwas breiter sein, zumal Elisabeth Kusch nach ihrem Auslandsaufenthalt einsatzbereit ist. Ein Vorteil könnte sein, dass die SG Klotzsche nach der Feiertagspause nicht eingespielt ist, da ihre Partie der Vorwoche ausfiel. 

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn 3, Fross 1, Braun, Willig 3, Pöschel 8/3, Mildner 8/4, Billwitz, Hentzschel, Franke 4, Bühler.

Siebenmeter: Dresden 3/3, Lok 9/7. Zeitstrafen: Dresden 2, Lok 0.


21.12.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Bescherung ist ausgeblieben

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - HSV Weinböhla   21:25 (10:9)

Wenn Wurzens Handballerinnen mit ihren Wunschzetteln fürs Fest ebensolchen "Erfolg" wie mit der Hoffnung auf einen Heimsieg über den HSV Weinböhla haben, wird es für sie ein trauriges Weihnachten. Die angestrebte vorgezogene Bescherung auf dem Parkett blieb im Nachholer vom 6. Verbandsliga-Spieltag aus. Die Lok-Mannschaft musste sich daheim mit 21:25 (10:9) geschlagen geben, so dass es auch im neunten Versuch gegen den Kontrahenten aus dem Meißener Raum keinen Sieg gab. Sie verlor zwei Plätze in der Tabelle und ist nun Sechster. Der Kontrahent stieß vom siebten auf den vierten Rang nach vorn.

Wurzens Spielertrainerin Anja Willig sollte recht behalten mit ihrer Ansage: "Weinböhla liegt uns nicht." Gleich die Startphase ging klar an die Gäste, während die Einheimischen mehrfach an der starken HSV-Torhüterin Elisa Schild scheiterten. Willig sah sich gezwungen, schon beim 1:5 nach fünf Minuten die Auszeit zu nehmen. "Danach aber ging ein Ruck durch die Mannschaft", erklärte sie. Die Umstellung der Abwehr zahlte sich aus. In der letzten knappen Viertelstunde der ersten Halbzeit ließen die Einheimischen sogar nur einen Treffer des Kontrahenten zu. Im Angriff hingegen nutzten die Ringelnatzstädterinnen nun ihre Tormöglichkeiten effektiver. Langsam holten sie auf. Mit dem 9:9 glichen sie endlich aus, und dann gelang ihnen noch der Führungstreffer. Beim 10:9 zur Pause hatten sich die Wurzener Aussichten für zwei Siegpunkte unterm Weihnachtsbaum gebessert.

Diesen Trend setzten die Einheimischen zu Beginn der zweiten Halbzeit fort. Als sie dann beim 16:12 (42.) mit vier Treffern in Führung lagen, schien der Bann der sieglosen Partien gegen Weinböhla zu brechen. Als besonders zielsicher erwies sich einmal mehr Kreisläuferin Julia Pöschel, für die am Ende zehn Tore zu Buche standen.
Aber auch bei ihr setzte dann Ebbe ein. Fast zehn lange Minuten versenkte das Lok-Team den Ball nicht im HSV-Netz. Was die Gäste in die Lage versetzte, zum 16:16 auszugleichen. Der schöne Vorsprung war dahin. Zwar legten die Wurzenerinnen dann noch zweimal vor, kassierten jedoch jeweils postwendend den Ausgleich. Das gab ihnen den letzten Knacks. Sie mussten gleich weitere fünf Weinböhlaer Treffer am Stück hinnehmen, so dass mit dem 18:23 die Vorentscheidung gefallen war. Beim Team von der Sächsischen Weinstraße ragte Rückraum-Spielerin Katja Werner mit neun Toren, dabei acht aus dem Feld, heraus. In der Schlussphase vermochten es die Ringelnatzstädterinnen nur noch, den Abstand minimal zu verringern.

Mit dem 21:25 kassierten sie die vierte Niederlage der Saison und die zweite zu Hause. "An den Torhüterinnen lag es nicht", sagte Anja Willig. Die parierten sogar drei Siebenmeter, die nach einer Verletzung zurückgekehrte Franziska Lux zwei, Ines Heinze einen. Die eigene Trefferausbeute war die geringste in den fünf Heimspielen und gab den Ausschlag. Und die Schiedsrichter aus Radebeul, wo Wurzen in der Vorwoche knapp gewonnen hatte, waren laut Willig "neben der Mütze".

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn, Bühler, Braun, Willig 2, Pöschel 10/1, Mildner 4/3, Billwitz, Franke 2, Hentzschel, Fross 3.

Siebenmeter: Lok 6/4, HSV 8/5. Zeitstrafen: Lok 3, HSV 4.


11.12.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Bettina Finke)

Siebenmetertor in letzter Sekunde

Handball Verbandsliga Frauen:

Radebeuler HV - SG Lok Wurzen   25:26 (12:9)

Nach zwei Niederlagen haben Wurzens Handballerinnen die Kurve bekommen. Sie entführten von Kellerkind Radebeuler HV, das zuletzt aber zweimal gewonnen hatte, einen 26:25-Sieg (9:12). Die Entscheidung in der Karl-May-Stadt fiel mit einem Strafwurf in letzter Sekunde. Damit hält sich die Lok-Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte.

Die Gäste gerieten zunächst mit 0:2 in Rückstand. "Wir haben uns anfangs der langsamen Spielweise von Radebeul angepasst, ließen uns einlullen", kritisierte Spielertrainerin Anja Willig. Zwar gelang es ihrem Team, zum 6:6 auszugleichen. Aber beim 9:12 zur Pause lag es mit drei Treffern hinten. "Wir haben zwar gut gespielt", meinte Willig. "Doch wegen des Klisterverbots rutschte der Ball immer wieder aus den Händen, so dass wir zahlreiche Chancen vergaben."

In der zweiten Halbzeit trafen die Wurzenerinnen dann besser. Sie kamen schnell auf 13:13 heran, und übernahmen nach einigen ausgeglichenen Minuten das Geschehen. Beim 20:17 schien es, als habe sich Favorit Lok durchgesetzt. Allerdings kehrte das leidige Problem Chancenverwertung zurück. Was die Radebeulerinnen nutzten, um aufzuholen und selbst wieder die Führung zu erzielen (22:21). Anschließend ging es hin und her. Zwar legte Wurzen kurz vor Schluss zum 25:24 vor, musste die Einheimischen jedoch erneut aufschließen lassen.

40 Sekunden vorm Abpfiff nahm Willig eine Auszeit und gab die letzte Marschroute aus. Da jeder Mannschaft eine Akteurin wegen einer Zeitstrafe fehlte, war beim Spiel fünf gegen fünf mehr Platz. Das nutzte Lok, um die Zeit herunterzuspielen und schließlich den entscheidenden Angriff zu setzen. Der wurde mit einem Foul gestoppt, so dass es mit der Sirene noch einen Siebenmeter gab. Julia Pöschel behielt die Nerven und verwandelte zum 26:25-Siegtreffer.

"Wir haben aufgrund einer super geschlossenen Mannschaftsleistung gewonnen. Und wir hatten das Glück auf unserer Seite", freute sich Anja Willig. "So bald wir schnell spielten, waren wir klar im Vorteil. Aufgrund unserer Chancen hätten wir höher gewinnen müssen." Sie hob die sichere Siebenmeterschützin Marion Mildner hervor, die sechsmal von der Linie traf. "Ein Ball ging an die Latte. Das war Pech, wie es auch Christina Franke mehrfach bei ihren Würfen hatte", so Willig. Nun fiebern sie und das Team dem Jahresabschluss am Sonnabend in eigener Halle gegen den HSV Weinböhla entgegen.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze (Tor), Röhrborn 1, Bühler 1, Braun, Willig 2, Pöschel 8/2, Mildner 10/6, Franke 1, Hentzschel, Fross 3.

Siebenmeter: RHV 5/4, Lok 9/8. Zeitstrafen: RHV 6, Lok 2.


08.12.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Bettina Finke)

Trotz bester Saisonleistung verloren

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - SV Rotation Weißenborn   27:28 (15:16)

Hauchdünn fiel die Heimniederlage der Wurzener Handballerinnen gegen Sachsenliga-Absteiger SV Rotation Weißenborn aus. Das Lok-Team verlor mit 27:28 (15:16). Dabei lag zwei Sekunden vorm Schlusspfiff noch ein Remis in der Luft. Doch wurde der letzte Torwurf vergeben. "Wir hätten allerdings schon zuvor unsere Chancen besser nutzen müssen", stellte Spielertrainerin Anja Willig klar. "Leider haben wir uns für die beste Saisonleistung nicht mit einem Sieg belohnt." Ihre Mannschaft bleibt auf dem sechsten Platz der Verbandsliga, Weißenborn ist Zweiter.

Die Akteure auf beiden Seiten begegneten sich auf Augenhöhe. Zwar legten die Ringelnatzstädterinnen, bei denen die früher unter dem Namen Scholz aktive Juliane Ritz als Ersatzkeeperin für die verletzte Franziska Lux einsprang, zum 2:0 vor. Dann jedoch glich die Truppe aus der Nähe von Freiberg aus. Wieder legte Lok vor, und die Gäste zogen nach. Beim 9:8 lag Rotation erstmals in Führung. Absetzen konnten sich die Osterzgebirgerinnen ebenfalls nicht (10:10). Zur Pause waren sie beim 16:15 mit einem Treffer in Front.

Dieses knappe Hin und Her fand in der zweiten Halbzeit seine Fortsetzung. Daran änderte auch nichts, dass Lok nun der Weißenbornerin Sophie Zeller, die als Top-Werferin der Liga ihr Konto um elf auf 86 Tore aufstockte, eine Sonderbewacherin vor die Füße stellte. Deren Team revanchierte sich mit einer kurzen Deckung gegen Wurzens Spielmacherin. "Das hat uns diesmal nicht so gestört", meinte die dadurch "kalt gestellte" Willig. "Wir hatten weiter schöne Spielzüge, ließen aber zu viele Hundertprozentige aus." Dennoch war Lok in der Lage, mit den favorisierten Gästen mitzuhalten. "Alle haben richtig gut mitgezogen. Und es war ein großes Spiel von Christina Franke, die zehn Tore beisteuerte", so Willig. "Ich hoffe, dass nun bei ihr endgültig der Knoten geplatzt ist."

In der Schlussphase gelang es Weißenborn allerdings, mit zwei Treffern in Folge das 28:26 zu erzielen. Wurzen kam zum Anschluss. 15 Sekunden vorm Abpfiff nahm Rotation eine Auszeit. Danach gingen die Einheimischen volles Risiko - was blieb ihnen auch übrig - und ließen die Außenspielerin der Gäste werfen. Keeperin Ines Heinze parierte und leitete sofort den Gegenstoß ein. Der letzte Torwurf hätte noch gezählt, der Ball fand allerdings nicht den Weg über die Linie. Klar war dann die Enttäuschung über den verpassten Punkt groß.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Ritz (beide Tor), Röhrborn 1, Bühler, Braun, Willig 3, Pöschel 5/2, Mildner 2, Franke 10/1, Fross 6, Billwitz.

Siebenmeter: Lok 5/3, Rotation 7/5. Zeitstrafen: Lok 3, Rotation 4 und eine Rote Karte (3x 2-Minuten).


26.11.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Schon früh den Faden verloren

Handball Verbandsliga Frauen:

Radeberger SV - SG Lok Wurzen   31:24 (14:9)

Eine unerwartet deutliche Niederlage kassierten Wurzens Verbandsliga-Handballerinnen bei Aufsteiger Radeberger SV. Trotz gelungenen Starts unterlagen sie schließlich mit 24:31 (9:14). "Ein kompletter Blackout", meinte Lok-Spielertrainerin Anja Willig. Ihre Mannschaft bleibt nach dem erst zweiten Spielverlust der Saison aber Sechste mit zwei Zählern Rückstand auf Rang drei, wobei sie ein Spiel weniger als die Konkurrenz hat. Für den RSV war es der vierte Sieg in Folge, mit dem er auf Rang sieben vorrückte.

Als Radeberg 2009/2010 schon mal eine Saison in der Verbandsliga spielte, hatten die Wurzenerinnen beide Partien gewonnen. Daran schienen sie zu Beginn anknüpfen zu können. Die 3:0-Führung (5.) hielt zwar nur zwei Minuten, doch zogen die Gäste zunächst immer wieder in Front. "Aber dann haben wir den Faden verloren", sagte Willig. Was wohl mit daran lag, dass sowohl ein klarer Schlag ins Gesicht von Janett Braun, die wegen Nasenblutens eine lange Pause bis in die zweite Halbzeit nehmen musste, als auch weitere RSV-Aktionen von den Schiedsrichtern nicht ausreichend geahndet wurden. "Manches war schon mysteriös. Allerdings hatten die Radebergerinnen auch eine starke Abwehr, gegen die wir nicht zum Zuge kamen, die ihnen aber viele Konter ermöglichte", so Willig. Das Spiel kippte vom 8:7 für Wurzen zum 9:14 gegen die Gäste beim Pausenpfiff.

Am Abstand von fünf, sechs Toren änderte sich in der zweiten Halbzeit wenig. Zwar steigerte die Lok-Truppe ihre 30-Minuten-Ausbeute auf 15 Treffer, doch erzielten die Einheimischen noch zwei mehr. "Uns haben dann auch Kräfte und Ideen verlassen", musste Willig eingestehen. Beide Siebenmeter landeten an der Torlatte. "Alles hat irgendwie nicht gestimmt. Da war der Wurm drin. Dabei hatten wir zuvor gut trainiert." Beim 24:31 am Ende betrug die Differenz sieben Tore.

Zur Niederlage kam dann noch der Verletzungsausfall von Keeperin Franziska Lux. Unmittelbar vorm Schlusspfiff warf ihr eine Radebergerin im Konter den Ball genau ins Gesicht, obwohl sie sich nicht bewegte, sagte Anja Willig. "Die Nase ist wohl gebrochen." Damit fehlt sie am Sonnabend (16.30 Uhr), wenn Wurzen (6., 10:6 Punkte) den favorisierten Sachsenliga-Absteiger Rotation Weißenborn (2., 14:4) empfängt.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn 2, Bühler, Braun 1, Willig 2, Pöschel 8, Mildner 1, Billwitz, Franke 3, Fross 7.

Siebenmeter: RSV 6/5, Lok 2/0. Zeitstrafen: RSV 2, Lok 3.


16.11.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Mit großen Engagement Punkte behalten

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - SC Riesa   27:22 (15:11)

Der fünfte Sieg ist geschafft. Lok Wurzens Handballerinnen bezwangen den SC Riesa mit 27:22 (15:11). Damit verdrängten sie die Gäste von Rang fünf der Verbandsliga.

Die Partie begann, wie es zwischen Tabellennachbarn zu erwarten ist, eng. "Es war ein Schlagabtausch mit wechselnder Führung", schätzte Wurzens Spielertrainerin Anja Willig ein. "Keiner konnte sich absetzen." Bei den Wurzenerinnen funktionierte das Umschalten von Angriff auf Abwehr, das Zurücklaufen zu langsam, sodass Riesa mit Gegenstößen erfolgreich war. Nach dem 8:8 nutzten die Einheimischen ihre Chancen besser. Zudem parierte Torhüterin Franziska Lux einen Siebenmeter. Schließlich gelang es, einen Vier-Tore-Vorsprung bis zum 15:11 beim Pausenpfiff herauszuwerfen.

In die zweite Halbzeit starteten die Gäste besser. "Wir hatten einige Probleme", bestätigte Willig. Dazu trug wesentlich die kurze Deckung gegen sie als Spielmacherin bei. Der Abstand halbierte sich auf 19:17. "Dann aber hat es bei uns ,Bumm' gemacht", sagte Willig schmunzelnd. Ihr Team setzte sich mit einem Zwischenspurt auf 23:18 ab. Das war die Vorentscheidung, dieses Plus ließen sich die Ringelnatzstädterinnen nicht mehr nehmen. "Wir haben uns mit großem Engagement durchgesetzt", freute sich Anja Willig. "Ein Großteil der trainierten Kombinationen hat gut geklappt."
Sie war auch mit der Defensivleistung beim 27:22 weitgehend zufrieden. Die Riesaerinnen beschweren sich jedoch auf ihrer Internetseite über die "harte Deckung der Muldestädterinnen, welche am Rande der Legalität agierte". Stark übertrieben aus Lok-Sicht, selbst wenn sechs Zeitstrafen über dem Durchschnitt der fairsten Mannschaft der Liga liegen - das ist die Willig-Truppe auch nach diesem 8. Spieltag. "Die Schiedsrichter waren generell schwach", sagte die Spielertrainerin nur dazu.

Am Sonnabend, 16 Uhr, tritt Wurzen (5., 10:4 Punkte) bei Neuling Radeberger SV (8., 8:10) an. Unter dessen vier Siegen ist ein 26:24-Gewinn beim Dritten Weihnböhla. Vor allem die Torschützenbeste der Staffel, Doreen Zerbst (70 Treffer in acht Spielen), ist gefährlich. Bei den letzten Aufeinandertreffen 2009/2010 hatte sich Lok allerdings sowohl auswärts als auch zu Hause die Punkte gesichert.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn, Braun, Willig 4, Pöschel 6, Mildner 10/6, Franke 2, Fross 5, Billwitz, Bühler, Hentzschel.

Siebenmeter: Lok 7/6, SCR 6/4. Zeitstrafen: Lok 6, SCR 2.


09.11.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Knapp am Sieg vorbei

Handball Verbandsliga Frauen:

VfL Meißen - SG Lok Wurzen   19:19 (8:11)

Etwas zwiespältig blickt Anja Willig auf das Remis der Wurzener Handballerinnen am Sonntag zurück. 19:19 (11:8) hatte das Lok-Team beim VfL Meißen gespielt. "Das war auswärts gegen den Verbandsliga-Zweiten ein gewonnener Punkt, zumal bei unserer dünnen Personaldecke in dieser Partie", sagt die Spielertrainerin. "Allerdings haben wir bis zum letzten Treffer immer geführt, so dass wir dann doch einen Zähler verschenkt haben." Die Ringelnatzstädterinnen bleiben auf dem sechsten Platz.

Aufsteiger Meißen war mit Heimvorteil und fünf Siegen aus sechs Saisonspielen favorisiert. Allerdings erwischten die Wurzenerinnen einen Blitzstart. "Die Abwehr stand anfangs bombensicher, Keeperin Franziska Lux hielt über 60 Minuten souverän", so Willig. "Und vorn haben gleich gut getroffen." Damit lag Lok nach sieben Minuten 5:0 vorn. Eine VfL-Auszeit kappte den Gäste zwar etwas den Faden (5:3, 12.). Dennoch behaupteten sie sich (8:4) und lagen beim 11:8 zur Pause drei Tore vorn.

In der zweiten Halbzeit dominierte auf beiden Seiten weiter die Deckungsreihen. Trotzdem gelang Meißen der Anschluss zum 12:13. Die Wurzenerinnen erwischten noch ein Zwischenhoch und setzten sich auf 18:15 ab. "In der Schlussphase verließen uns jedoch die Kräfte, da der Rückraum komplett durchspielen musste", erklärte Willig, warum die Einheimischen doch noch zum Unentschieden kamen. "Gekämpft haben aber alle bis zum Umfallen. Großen Respekt."

Daneben trugen kleinere Probleme und Mankos zum verpassten Sieg bei. Wie das Klisterverbot in der Halle - die Wurzenerinnen benutzen diesen "Kleber" sonst für die bessere Kontrolle über den Ball. Mehrere 100-prozentige Wurfchancen, darunter zwei Siebenmeter, wurden vergeben, da auch Meißen eine starke Torhüterin zwischen den Pfosten hatte. Und drei knappe Strafwürfe von Meißen gingen eben ins Netz, obwohl Lux (einmal) sowie Ines Heinze bei ihren zwei Kurzeinsätzen, dran waren am Ball.

Am Sonnabend ist Wurzen (6., 8:4 Punkte) Gastgeber für Tabellennachbar SC Riesa (5., 10:4). Anwurf ist 16.30 Uhr in der Stadtsporthalle.

Lok Wurzen spielte mit: Lux, Heinze (beide Tor), Röhrborn 2, Bühler, Braun 1, Willig, Pöschel 8/2, Mildner 4/3, Billwitz 1, Franke 3.

Siebenmeter: VfL 6/6, Lok 7/5. Zeitstrafen: VfL 5, Lok 4.


17.10.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Kraft für eine Halbzeit

Handball Verbandsliga Frauen:

HC Rödertal II - SG Lok Wurzen   37:22 (15:14)

Eine Halbzeit hielten die Wurzener Handballerinnen beim großen Favoriten überraschend mit. Dann ließen die Kräfte nach, so dass beim HC Rödertal II in Radeberg aus dem 14:15 noch eine deftige 22:37-Niederlage wurde. Während die Gastgeberinnen weiter ohne Verlustpunkt die Verbandsliga anführen, rutschte das Lok-Team nach dem ersten Spielverlust vom dritten auf den vierten Platz.

Viel ausgerechnet hatten sich die Ringelnatzstädterinnen nordöstlich von Dresden nicht. Die Reserve der "Rödertalbienen", deren erste Mannschaft Spitzenreiter der 3. Liga ist, sind auf dem besten Weg, ihr Ziel Sachsenliga-Aufstieg umzusetzen. "Wir haben uns aber mit großem Engagement ihren Angriffen entgegengestemmt", sagte Wurzens Spielertrainerin Anja Willig. Vorn nutzten die Gäste ihre Chancen. Dem 2:0 der Einheimischen folgte das 6:6, und vom 9:13 kämpften sie sich auf 14:15 heran. Was umso erstaunlicher war, da mit Fross, Mildner, Härtig, Hentzschel und Lux vier wichtige Feldspielerinnen und eine Torhüterin fehlten.

Diese Ausfälle bekam das Lok-Team nach der Pause zu spüren, weil es an Wechselmöglichkeiten mangelte. Der große Aufwand, den Kontakt zu Rödertal nicht abreißen zu lassen, war nicht mehr aufrechtzuhalten. Wurzen hatte große Probleme mit der nun vom HCR gewählten 3-3-Deckung (drei vorgezogene Spielerinnen), so dass nur noch sieben Treffer gelangen. Zudem wurde gut ein halbes Dutzend 100-prozentige Torchancen ausgelassen. Die Gastgeberinnen nutzten diese und weitere Ballgewinne zu Kontern und bauten den Abstand immer mehr aus. Am Ende unterlag Wurzen beim 22:37 mit 15 Treffern Differenz. Zu hoch, empfand Willig aufgrund der ordentlichen ersten Hälfte. "Aber dann fehlte es uns an Spielwitz und Kraft. Positiv war zumindest, dass wir alle Siebenmeter verwandelt haben." Nun hat das Team zwei Wochenenden spielfrei, ehe es am 4. November zum Aufsteiger VfL Meißen (Rang drei) geht.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze (Tor), Röhrborn 1, Bühler, Braun 1, Willig 5, Pöschel 12/6, Franke 3/1, Billwitz, Fleischer.

Siebenmeter: HCR 3/2, Lok 7/7. Zeitstrafen: HCR 1, Lok 1.


12.10.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Mit Tempospiel zum Kantersieg

Handball Verbandsliga Frauen:

HSG Freital/Wilsdruff - SG Lok Wurzen   17:37 (6:17)

Einen solchen Sieg gab es jahrelang nicht für Wurzens Handballerinnen. Im März 2009 gewann die Lok-Truppe einmal 35:24 beim MSV Dresden. Doch das 37:17 am Sonnabend bei der HSG Freital/Wilsdruff schlug dieses Ergebnis noch um Längen. Allerdings gab es dafür auch nur zwei Zähler. Immerhin rückten die Ringelnatzstädterinnen, nun vier Partien ungeschlagen, auf den dritten Rang der Verbandsliga.

Dabei fanden die Gäste schwer ins Spiel. "Wir haben in den ersten Minuten nichts getroffen", sagte Spielertrainerin Anja Willig. Freital/Wilsdruff legte das 2:0 vor. Dann wurden die Wurzener Würfe genauer. Vor allem bildete eine engagierte Abwehrarbeit vor einer gut aufgelegten Keeperin Ines Heinze die Grundlage für ein erfolgreiches Konterspiel. Mit acht Treffern in Folge zum 8:2 klärte die Lok-Mannschaft die Fronten. Und sie hielt das Tempo weiter hoch. Bis zum 17:6 zur Pause wurde der Klassenunterschied deutlich.

Für Wurzener Verhältnisse fast etwas erstaunlich, behielten die Gäste das Niveau auch in der zweiten Halbzeit bei, die sie mit 20:11 gewannen. Nach schnellen fünf Treffern zum 22:6 hieß es am Ende 37:17. Dabei ließen sich Willig und Co. nicht von der rabiaten Gangart der Rand-Dresdenerinnen sowie einigen seltsamen Regelauslegungen der Schiedsrichter stören, die aus Lok-Sicht auf eine Rote Karte gegen die HSG verzichteten und den Gastgeberinnen häufig Stürmerfoul durchgehen ließen. Entscheidend waren die Konter, die vor allem über Julia Pöschel und Marion Mildner liefen. Beide warfen neun Feldtore, bei Mildner kamen noch fünf Siebenmetertreffer hinzu. Janett Braun, nach mehrjähriger Handball-Pause erst in ihrem dritten Spiel, erzielte ihre ersten vier Verbandsliga-Tore. Und als Franziska Lux in den letzten zehn Minuten Heinze zwischen den Pfosten ersetzte, parierte sie drei Freitaler Strafwürfe.

Das zweitbeste Torverhältnis der Liga (101:76, plus 25) wird am Sonntag ab 13.30 Uhr auf eine harte Probe gestellt. Wurzen (3., 7:1 Punkte) tritt bei Spitzenreiter HC Rödertal II (1., 8:0) in Radeberg an. Der hatte Freital 53:19 besiegt.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn 4, Bühler, Braun 4, Willig 1, Pöschel 9, Mildner 14/5, Franke 4, Hentzschel 1, Fleischer.

Siebenmeter: HSG 7/4, Lok 6/5. Zeitstrafen: HSG 3, Lok 1.


04.10.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Sieg mit Strafwurf gesichert

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - HC Sachsen Neustadt-Sebnitz II   22:21 (9:11)

Es war ein schweres Stück Arbeit, aber dann stand der zweite Heimsieg. Lok Wurzens Handballerinnen bezwangen den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz II mit 22:21 (9:11). Damit sind sie nun Vierte der Verbandsliga.

Nach der kurzfristigen Absage von drei Rückraum-Spielerinnen (zweimal krankheits-, einmal jobbedingt) rannten die Einheimischen in der ersten Halbzeit fast immer einem Rückstand hinterher. Lediglich beim 1:1 zu Beginn gab es mal einen Ausgleich. "Dabei hatten wir durchaus genug Möglichkeiten", sagte Spielertrainerin Anja Willig. "Aber die Chancenverwertung war unser Manko." Zumindest ließ ihr Team nicht abreißen, so dass es beim 9:11 zur Pause nur zwei Treffer zurück lag.

Das Kabinengespräch bei der Lok-Truppe kannte nur ein Thema: "Den Karren aus dem Dreck zu ziehen", so Willig. Was bis zur Umsetzung auf dem Parkett jedoch noch einige Minuten dauerte. Erst mit dem 15:15 schaffte Wurzen den zweiten Gleichstand. Dann allerdings gelang das 17:16 zur ersten Führung für die Ringelnatzstädterinnen. "In dieser Phase hat Franziska Lux der stärksten Neustädterin, der Linkshänderin Daniela Filip, die auch Trainerin der ersten Mannschaft in der 3. Liga ist, einige Bälle abgekauft. Und Ines Heinze verhinderte einen Siebenmetertreffer", lobte Willig beide Torhüterinnen. Schließlich erhielt Lok kurz vor Schluss einen Strafwurf, den Marion Mildner zum siegbringenden 22:21 verwandelte.

"Es war ein faires, aber kräfteraubendes Spiel mit einem etwas glücklichen Sieg für uns", schätzte Anja Willig ein. Am auffälligsten bei Wurzen agierten Sabrina Bühler mit viel Einsatz in Abwehr und Angriff sowie Cindy Röhrborn, die nach schwächerer Ausbeute in der Vorwoche diesmal fünf Tore beisteuerte.

Lok Wurzen spielte mit: Lux, Heinze (beide Tor), Röhrborn 5, Bühler 2, Braun, Willig 1, Pöschel 5, Mildner 5/4, Hentzschel, Fross 4.

Siebenmeter: Lok 5/4, HCS 4/3. Zeitstrafen: Lok 1, HCS 1.


24.09.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Zum Remis gekämpft

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Klotzsche - SG Lok Wurzen   20:20 (10:10)

Einen Punkt haben Wurzens Handballerinnen am zweiten Spieltag von der SG Klotzsche entführt. Das Duell von zwei Auftakt-Siegerinnen in der Verbandsliga der Frauen endete 20:20 (10:10). Beide Teams bleiben mit je 3:1 Punkten in der oberen Tabellenhälfte.

Das Remis war für Wurzen schwer erkämpft, aber deshalb umso verdienter. "Wir mussten nicht nur gegen Klotzsche, sondern auch gegen die Schiedsrichter spielen", konnte Anja Willig ihren Ärger nicht verbergen. "Es gab schon einige mysteriöse Entscheidungen." Ihr Team hatte deshalb keine Chance zu gewinnen und rieb sich gedanklich an den Pfiffen auf, so die Spielertrainerin.

Da weitere Aktive ausgefallen waren und Sandra Billwitz krankheitsbedingt nur als Mannschaftsverantwortliche fungieren konnte, hatte Willig zwei Spielerinnen "aus alten Zeiten" angesprochen und reaktiviert. "Janett Braun und Katrin Schneider haben sich gut reingefunden und uns richtig geholfen", lobte sie. Während Braun wohl wieder einsteigen will, war Schneider, die in Kiel lebt, auf "Heimaturlaub" und ließ ein privates Vorhaben sausen.

Meistens liefen die Gäste einem Rückstand hinterher. "Beim 7:7 haben wir erstmals ausgeglichen. Und nach dem 10:10 zur Pause ging es quasi bei null los." Erneut legten aber die Einheimischen vor. Beim 18:18 war Lok Wurzen wieder dran. Ein von Marion Mildner verwandelter Siebenmeter brachte schließlich in der letzten Minute das 20:20.

Erfolgreichste Werferin der Ringelnatzstädterinnen war Julia Pöschel mit zehn Treffern: acht als Kreisläuferin und Rechtsaußen sowie zwei per Strafwurf. Zudem hielt sie die treffsicherste Schützin von Klotzsche unter Kontrolle. Keeperin Ines Heinze zeigte gute Paraden und stand bis auf zwei Siebenmeter das komplette Spiel zwischen den Pfosten. Willig hob vor allem den Einsatz der Truppe hervor. "Als wir einmal wegen Zeitstrafen gar nur zu viert auf dem Feld standen, waren wir in dieser Phase sogar ein Tor besser als Klotzsche." Dennoch hofft sie, am Sonnabend gegen den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz II wieder mehr Spielerinnen zur Verfügung zu haben.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn, Bühler, Braun, Willig 3, Pöschel 10/2, Mildner 5/3, Franke 1, Schneider 1, Hentzschel.

Siebenmeter: SGK 7/7, Lok 8/5. Zeitstrafen: SGK 2, Lok 3.


22.09.2012 (Quelle: LVZ, ork | Foto: Tobias Jacob)

Heimsieg zum Auftakt

Handball Verbandsliga Frauen:

SG Lok Wurzen - MSV/Sportfreunde Dresden   22:18 (8:7)

Entspannt blickt Anja Willig dem heutigen Duell bei der SG Klotzsche entgegen. Die Spielertrainerin hat mit ihren Handballerinnen einen Auftaktsieg in der Verbandsliga im Rücken. Lok Wurzen bezwang die SG MSV/Sportfreunde Dresden mit 22:18 (8:7). "Ein guter Saisonstart", freut sich Willig. "Die Vorbereitung über den Sommer hat sich bezahlt gemacht. Wir haben über die bessere Kondition gewonnen."

Die Ringelnatzstädterinnen legten prächtig los zum 4:0 (11.), verloren dann aber etwas den Faden. Die neue Spielgemeinschaft aus der Landeshauptstadt, gebildet mit einzelnen Akteuren des Dritten und des Fünften des Vorjahres, verkürzte auf 4:5 (15.) und blieb dran. "Es war ein Hin und Her, ein Schlagabtausch", so Willig, die als Spielmacherin auf dem Feld coacht. Nach dem 8:7-Pausenstand drehten allerdings die Einheimischen auf. Diesmal setzten sie sich fünf Tore ab (15:10). Das konnten die Gäste nicht mehr wesentlich ändern.

"Wir haben schnell gespielt, die zweite Welle durchgezogen", erklärt Willig. "Die Torhüterinnen agierten solide. Alle eingesetzten Feldspielerinnen waren an der Torausbeute beteiligt. Alle Siebenmeter wurden verwandelt." Marion Mildner, mit acht Treffern erfolgreichste Lok-Werferin, blieb da ohne Fehler.

Lok Wurzen spielte mit: Heinze, Lux (beide Tor), Röhrborn 1, Bühler 1, Willig 2, Pöschel 2, Mildner 8/5, Härtig 4, Franke 3, Fleischer 1, Hentzschel.

Siebenmeter: Lok 5/5, Dresden 4/3. Zeitstrafen: Lok 2, Dresden 4.